Startseite Archiv Verbandsaktivitäten Jahrestreffen Traditionsverband 2008 vom 27.06.- 29.06.2008

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Neuigkeiten

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Hallo Freunde der Rodinger Militärgeschichte,

entschuldigt bitte, wenn schon seit einiger Zeit keine Neuigkeiten mehr online gestellt werden. Wegen der aktuellen Corona-Situation werden fast alle Termine abgesagt, wie z.B. auch der diesjährige Mühlbauer-Spendenlauf. Sobald wieder Veranstaltungen anstehen werden diese hier online gestellt und die Traditionsräume auch wieder zur Besichtigung geöffnet.

Mit kameradschaftlichen Grüßen

Albert Wanninger


 

Jahrestreffen 2008


Gemäß altem Brauch fand auch das Jahrestreffen wieder zeitgleich mit dem Beginn des Rodinger Volksfestes 2008 statt. Der Chamer Zeitung , siehe die nachstehenden drei Zeitungsausschnitte, gebührt besonderer Dank für die gute informative Berichterstattung und die Überlassung der drei Zeitungsberichte zur Veröffentlichung auf unsere Homepage..

Weiß -.blauer Himmel, dazu Sonnenschein, besser konnten die Rahmenbedingungen an allen Tagen von der Wetterseite her nicht sein. Zum Kameradschaftsabend am Freitag konnte der Chronist einen guten Besuch von vorwiegend in der Region wohnenden Kameraden verzeichnen. Festzuhalten ist, dass sich am Freitag weit vor dem Kameradschaftsabend auch schon Kameraden aus weitentfernten Orten wie Stetten am Kalten Markt, Straelen und Hildesheim u. a. zum „Warmlaufen“ im alten Standort eingefunden hatten.

Sehr erfreulich war die Teilnahme von Verbandsangehörigen und Freunden am Samstag. Vorgeschaltet vor unserem Programm in der Arnulf-Kaserne war um 10.00 Uhr die Eröffnung der Ausstellung „50 Jahre Garnison Roding“ im Rathaus von Roding, an der zahlreiche Mitglieder teilnahmen. Der Chronist zählte am Vormittag die rekordverdächtige Teilnehmerzahl von ca. 125-130 Personen. Diese Teilnehmerkulisse verschaffte insbesondere dem Gedenken am Ehrenhain in der Kaserne einen würdigen Rahmen. Die Stadt Roding wurde hier durch ihren Bürgermeister , Herrn Franz Reichold, und die Bundeswehr durch den Standortältesten und Kommandeur des Logistikbataillons 4, Herrn Oberstleutnant Manfred Klaffus, vertreten. An dieser Stelle gilt es nochmals Dank und Anerkennung all den Kameraden zu sagen, die durch ihre mehrfachen Arbeitseinsätze vor dem Jahrestreffen dazu beigetragen haben, daß sich sowohl der Hotchkiss und der M 41 wie auch der Bereich des Ehrenhains in einem vorbildlich gepflegten Zustand befanden. Der Hotchkiss war erst wenige Tage vor dem Treffen nach einer längeren Restaurationsphase im Instandsetzungsbereich des LogBtl 4 an seinen angestammten Platz abgestellt worden. Stabsfeldwebel a. D. Bernd Beutel und Instandsetzungspersonal vom LogBtl 4 gilt hier nochmals Danke für diese Restaurierung zu sagen!

Reges Interesse fand auch die militärgeschichtliche Sammlung im Gebäude 13, die wir in diesem Jahr mit einigen Beschaffungen aufwerten und erweitern konnten. Unsere Uniformsammlung kann jetzt angezogen an Deko-Puppen präsentiert werden, die im Panzeraufklärungsbataillon genutzten Funkgeräte von der Gründung bis zur Ausserdienststellung sind zu sehen, zum Thema Waffen/Munition können wir jetzt das beim M 41 zum Einsatz gekommene Cal. 50 FlaMG und zum Hotchkiss ein Schnittmodell der BMK 20 mm HS 820 L 85 zeigen. Vor dem Eingang konnten wir Dank eines im „Handstreich“ wenige Tage zuvor beschafften Flaggenmastes endlich mal wieder unsere alte Bataillonsfahne „lüften“ und aufziehen.

Weitere Programmpunkte waren dann das gemeinsames Mittagessen bei einem guten Eintopf in der Truppenküche, Vortrag von Oberst Graf Strachwitz über die noch „junge“ Heeresaufklärungstruppe, Mitgliederversammlung im Casino mit Ausklang bei Kaffee und Kuchen, Mitwirkung beim Volksfesteinzug mit sich dann anschließendem Kameradschaftstreffen im Volksfestzelt.

Auch zum Frühschoppen am Sonntag fand sich eine beträchtliche Anzahl von Mitgliedern zum Ausklang ein, bereitete hier und da zum Teil sehr intensiv bei Weisswurst, Bier und Brezen die Erlebnisse und Geschichten vom Vortag und Vorabend nach, ehe man sich wieder Schritt für Schritt von einander mit besten Wünschen „bis zum nächsten Treffen 2009“ verabschieden musste.

Mit Blick auf das Jubiläum 50 Jahre Garnison Roding im September 2008 wurde von einigen auswärtigen Teilnehmern nicht ausgeschlossen, an diesem Ereignis wieder mit von der Partie in Roding zu sein.

Für weitere Informationen siehe nachstehende Zeitungsberichte der Chamer Zeitung!

Bilder zum Jahrestreffen finden sich in den Alben. (ww)

 


50 Jahre Garnisonsstadt

Ausstellung des Traditionsverbandes mit Zeitdokumenten im Rathaus

Roding. (st) „Als eine erfreuliche Sache“ wertete Bürgermeister Franz Reichold die Ausstellung „50 Jahre Bundeswehr in Roding“ bei seiner Begrüßung am Samstagvormittag im Rathaus.
Als kleiner Bub von fünf Jahren habe er den Einzug der ersten Soldaten der Bundeswehr in Roding am 1. November 1958 miterlebt. „ Es wäre wohl vieles anders gelaufen in und für unsere Stadt, wäre Roding nicht Garnisonsstadt geworden. Der Bau der Arnulfkaserne hat vielen Menschen damals Arbeit gegeben, dies soll ein Anlass zum Danken sein.“
Besonders hob Reichold das immer gute Zusammenwirken zwischen der Bundeswehr, seinen Soldaten und der Stadt mit seinen Bürgern hervor. Sein besonderer Dank ging an Oberstleutnant a.D. Dieter Balve, der als Vorsitzender des Traditionsverbandes mit seinem Team die eindrucksvolle Ausstellung organisiert hat. Der Gruß des Bürgermeisters galt Oberstleutnant Manfred Klaffus, dem Standortältesten und Kommandeur des Logistikbataillon 4 aber auch den zahlreich erschienenen ehemaligen Kommandeuren und Kompaniechefs, die über die Jahre hinweg, persönlich und über den Traditionsverband den engen Kontakt zu ihrem ehemaligen Standort aufrecht erhalten und nicht zuletzt den anwesenden „aktuellen“ und ehemaligen Stadträten. Ein weiteres herzliches Willkommen hatte der Bürgermeister für Oberst Karl Ernst Graf von Strachwitz, den Kommandeur der neu aufgestellten Heeresausbildungs- und -aufklärungsschule in Munster, „er gehört jedes Jahr einfach dazu !“
Für die nächsten Wochen haben in ihren Wachhäuschen „stumme Soldaten“ im Rathaus Posten bezogen,

Nahmen den „stummen Wachposten“ in ihre Mitte: (v.l.) OTL a. D. Dieter Balve, OTL Manfred Klaffus, Bürgermeister Franz Reichold und der Kommandeur der Heeresschule, Oberst Graf von Strachwitz.

Die vielen Photos und Dokumente erinnern an die Anfänge der Bundeswehr. Im Bild OTL a. D. Eberhard Armbruster, ehemals Kommandeur in Roding, mit StFw a. D. Karl Heinz Jakob.

und an vielen Stellwänden sind interessante, teils vielleicht schon fast vergessene Zeitdokumente zu betrachten, die auch Zeugnis geben von der Entwicklung einer aufstrebenden Stadt zu einem wichtigen Wirtschaftsstandort.
Otl a. D. Dieter Balve dankte vorab dem Logistikbataillon und den Rodinger Feldjägern für die gute Zusammenarbeit. Sein Blick führte zurück auf die schwere Zeit um 1956 als die Bundeswehr neu aufgestellt wurde. Der damalige Landrat Franz Sackmann hat die Lage sehr aufmerksam beobachtet, umsichtig gehandelt und rechtzeitig dafür gesorgt, dass Roding zur Garnison wurde. 1957 konnte bereits der Grundstein der Arnulfkaserne gelegt werden, ein Jahr später kamen bereits die ersten Soldaten der PzGrenBtl 113 nach Roding, ein
Jahr später die Instkp 4. Viele Veränderungen und Umgliederungen hat die Arnulfkaserne in den darauf folgenden Jahren erfahren, auf die längste „Amtszeit“, von 32 Jahren können bisher die Panzeraufklärer zurückblicken. Ihnen folgte 1991 für fünfeinhalb Jahre das Jägerbataillon 4, dann kam das Nachschubbataillon 4, jetzt Logistikbataillon und seit 1993 sind auch die Feldjäger hier beheimatet.
Die Stationierung der Soldaten in Roding hat auch für die Stadt wirtschaftlich viel bewirkt, so Dieter Balve, viele Menschen sind von überall her gekommen, viele von ihnen sind hier geblieben. Man fühlt sich wohl in Roding, ist hier zu Hause.
Dankbar nehme man das Glück an, dass die Arnulfkaserne nicht dem Rotstift zum Opfer gefallen sei und aufgelöst wurde.

Bilder vom Jahrestreffen